Prothesen

Prothesenversorgung ist sehr beratungsintensiv und erfordert von Orthopädietechnikern und Sanitätshauspersonal sehr viel Wissen für die bestmögliche Produktlösung und ein gutes Gespür und Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse der Betroffenen.

Neben dem Patientengewicht bildet die Einstufung seines Aktivitätsgrades eine wichtige Rolle bei der Auswahl geeigneter Prothesenpassteile

Prothesen sind Körperersatzstücke zum funktionellen Ausgleich einer Behinderung nach Amputationen. Dazu zählen innerhalb dieser Teilproduktgruppe Zehenprothesen, Fußteilprothesen, Fußprothesen, Unterschenkelprothesen, Knieexartikulationsprothesen, Oberschenkelprothesen, Hüftexartikulationsprothesen und Hemipelvektomieprothesen und auch Hand- Armversorgungen.

Fertigungstechniken
Die Fertigung von Beinprothesen erfolgt in Modulbauweise oder in Schalenbauweise.

Die Passteile bestehen u.a. aus Kunststoffen wie Faserverbundwerkstoffe, Schaum, Carbonfaser und/oder aus Metallen wie Stahl, Aluminium, Titan u.a.

Die Modulbauweise erlaubt eine feinere, jederzeit korrigierbare Justierung der verwendeten Elemente und somit auch eine Änderung der Statik.

Beinprothesen sind unter Berücksichtigung der Mobilitätsbeurteilung (Mob.- Grad 1-4) und der dafür funktional geeigneten Passteile zu konfigurieren.

Versorgung von Kindern und Jugendlichen
Bei der Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist zu berücksichtigen, dass bei ihnen nicht nur die Teilnahme am allgemeinen Schulunterricht, sondern auch die möglichst weitgehende Integration in den Kreis Gleichaltriger als Grundbedürfnis anzusehen ist und ihnen die Prothesenversorgung auch eine Teilnahme an den Aktivitäten Gleichaltriger ermöglichen soll.

Wasserfeste Beinprothesen (Badeprothesen)
Im Einzelfall können auch Badeprothesen zur Körperpflege erforderlich sein.

Interimsversorgung
Als postoperative Versorgung für einen Zeitraum von in der Regel mindestens 6 Monaten nach der Amputation kommen üblicherweise Interimsprothesen zum Einsatz. Voraussetzung für die Interimsversorgung ist der erfolgreiche Abschluss der Wundheilung.

Die Interimsprothese dient der Vorbereitung der Definitivversorgung. Die Definitivversorgung soll erst erfolgen, wenn sich die Stumpfverhältnisse nachweislich stabilisiert haben und eine Veränderung nicht zu erwarten ist.

Eine vernünftige Versorgung sollte in einem persönlichen Gespräch abgeklärt werden.

Hier einige Beispiele:

UKB alt.JPG UKB Söderberg.jpg promedi.jpg
Unterschenkelprothese in Schalenbauweise Unterschenkelprothese Vakuumschaft Modular Unterschenkelprothese